
by Kathrin Jeglejewski
Es gibt Erkenntnisse, die das gesamte Fundament deiner Realität verschieben. So erging es mir auch als ich erkennen durfte, wieviel in meinem Leben ich für wahr gehalten habe, obwohl es wirklich nie mehr war als eine Überzeugung.
Die Erkenntnis der Einheit ist eine solche. Und sie hat mein gesamtes Erleben von Grund auf neu ausgerichtet. Genau darüber möchte ich heute mit dir sprechen. Und ich möchte mit einer Sache beginnen, die hierbei das Fundament bildet:
Und nein, das ist keine Metapher. Die Quantenphysik hat längst bestätigt, was die großen Weisheitslehren seit Jahrtausenden zeigen: Auf der fundamentalsten Ebene der Realität gibt es keine getrennten Dinge. Es gibt nur Energie – in verschiedenen Ausdrucksformen, verschiedenen Frequenzen, verschiedenen Verdichtungsstufen.
Was wir als feste Materie wahrnehmen, ist zu über 99,9 Prozent leerer Raum. Was wir als getrennte Objekte sehen, sind Schwingungsmuster innerhalb desselben Feldes. Rupert Spira formuliert es so:
“Es gibt keine Welt da draußen, die von einem Bewusstsein hier drinnen wahrgenommen wird. Es gibt nur Bewusstsein, das sich als Welt erfährt.”
Und das bedeutet, dass auch du nicht ein Wesen bist, das Bewusstsein hat. Du bist das Bewusstsein, das sich als dieses Leben durch dein Wesen erfährt. Und wenn das wirklich in deinen Zellen landet – nicht als Gedanke, sondern als Erfahrung – verändert sich alles.
Die meisten Menschen sehen sich als getrennt. Solange du dich jedoch als getrenntes Wesen erlebst – getrennt vom Leben, von anderen, von der Fülle, von Gott – reagiert dein gesamtes System auf diese Illusion.
Dein Gehirn interpretiert Trennung als Bedrohung. Das Nervensystem geht in Alarmbereitschaft. Stress, Zweifel, Kontrollbedürfnis, Vergleich – all das sind Symptome eines Systems, das glaubt, alleine zu sein.
Joe Dispenza beschreibt es sehr präzise: Der Körper wird zur Vergangenheit. Er erlebt immer wieder dieselben emotionalen Muster – weil er glaubt, dass die Trennung real ist. Aber sie ist es nicht. Und sobald du das wirklich erkennst, entspannt sich etwas in dir, das du vielleicht noch nie entspannt hattest.
Im Nachfolgenden möchte ich dir die wesentlichsten Punkte dieser Erkenntnis teilen, die möglich werden, wenn die Illusion der Trennung fällt.
In der Einheit kann nichts perfektioniert werden. Es kann lediglich erinnert werden. Und hier liegt einer der tiefsten Erinnerungen, die mein gesamtes Leben und Wirken verändert haben. Denn als ich tiefer erkannt habe, dass ich bereits ganz bin und mir niemals etwas fehlt, ist etwas weggefallen, was mich jahrelang in einer Schleife hielt: Das Streben nach Verbesserung fällt weg – weil du erkennst, dass derjenige, der sich verbessern wollte, nie wirklich du warst.
Geld ist kein Maßstab deines Wertes. Es ist Energie in Bewegung – ausgedrückt durch das Feld, das du bist. Und wenn du dich als die Quelle erkennst, hört das Geld auf, Macht über dich zu haben. Dann bist du nicht mehr abhängig von ihm. Dann bist du das Feld, durch das es fließt.
Mit wem sollst du dich auch vergleichen, wenn alles ein Ausdruck desselben Ganzen ist und niemand außerhalb von dir existiert. Mit anderen Worten: Was du in anderen siehst – Stärke, Licht, Schatten – ist ein Spiegel dessen, was du selbst bist. Und der Vergleich ist nur möglich, solange du glaubst, getrennt zu sein. Sobald du aber erkennst, dass du eins bist mit allem, macht dieser Vergleich auch einfach keinen Sinn mehr.
Es gibt kein Falsch. Jede Entscheidung ist lediglich eine Erfahrung – und jede Erfahrung ist Teil der Bewegung des Lebens durch dich hindurch. Der Druck, die richtige Wahl zu treffen, entsteht lediglich aus dem Glauben, dass du einen Fehler machen kannst. In der Einheit aber gibt es keine Fehler. Es gibt nur das Leben, das sich selbst erkennt.
Das Leben passiert nicht gegen dich. Es passiert durch dich. Und wenn du das erkennst, dann erkennst du auch, dass die Kontrolle nur der Versuch ist, etwas zu halten, das längst getragen wird. Wenn du das erkennst, wird Vertrauen nicht zu etwas, das du aufbaust – sondern zu dem, was du bereits bist.
Jedes Urteil über andere fällt auf dich selbst zurück – weil du ja schließlich alles bist, was ist. Jedes Urteil über dich fällt also somit auch immer auf das Ganze zurück. In der Einheit macht Verurteilung schlicht keinen Sinn mehr, weil du beginnst zu sehen, was wirklich ist.
Du kannst dich nicht mehr vor dem verstecken, was du bist – nicht wenn du erkannt hast, dass du alles bist, was ist. Dein Ausdruck ist Ausdruck des Ganzen. Dein Schweigen ist auch Ausdruck des Ganzen. Aber ein Schweigen aus Angst – das kostet das Ganze etwas.
Solange du alles verstehen musst, kämpfst du gegen das Leben. Das Nicht-Wissen ist nicht Unwissenheit – es ist Offenheit. Der Raum, in dem Intuition entsteht. In dem das Leben durch dich sprechen kann.
Du bist die Liebe. Und das meine ich nicht metaphorisch, sondern weil die bedingungslose Liebe der Grundzustand des Bewusstseins ist – jenseits von Trennung, jenseits von Bedingungen. Das bedeutet auch, dass du plötzlich erkennst, dass dir niemand etwas geben kann, was du bereits bist. Und doch werden jegliche Beziehungen dadurch echter und freier - und sind weniger von Bedürftigkeit geprägt.
Solange Trennung real erscheint, braucht der Verstand Ursachen, Verantwortliche und Schuldige. Er sucht nach dem, was falsch gelaufen ist, nach dem Menschen, der etwas verursacht hat, nach dem Teil in dir, der hätte anders sein müssen.
Mit der Erfahrung von Einheit beginnt dieses Bedürfnis zu verschwinden, weil du erkennst, dass das Leben kein Gerichtssaal ist. Es entfaltet sich durch unzählige Wechselwirkungen innerhalb desselben Feldes. Was geschieht, geschieht nicht isoliert. Alles steht mit allem in Beziehung. Und da, wo die Schuld verschwindet, entsteht Mitgefühl - für andere, vor allem aber für dich selbst.
Was dich an anderen fasziniert, bewegt oder triggert, beginnt eine neue Bedeutung zu bekommen. Denn du erkennst, dass das Außen fortwährend innere Anteile sichtbar macht. Der Mensch, den du bewunderst, erinnert dich an etwas, das bereits in dir angelegt ist. Der Mensch, den du ablehnst, macht etwas sichtbar, das du in dir selbst noch nicht vollständig angenommen hast. Je tiefer diese Erkenntnis sinkt, desto weniger Energie fließt in Bewertungen. Stattdessen wird das Leben zu einem Spiegel, der dir fortwährend zeigt, wo du dich selbst noch nicht ganz erkannt hast.
Vielleicht ist das die tiefste Veränderung von allen. Denn solange die Trennung geglaubt wird, entsteht die Vorstellung, dass irgendwo etwas fehlt. Mehr Erfolg. Mehr Geld. Mehr Liebe. Mehr Heilung. Mehr spirituelle Entwicklung. Und so wird das Leben zu einer Bewegung auf ein Ziel hin, das immer ein Stück entfernt bleibt. In dem Moment jedoch, in dem du erkennst, dass das, wonach du suchst, bereits der Kern dessen ist, was du bist, verliert die Suche ihre Dringlichkeit.
Und genau hier entsteht dieser tiefe Frieden, nach dem unsere Seele uns ruft.
Wenn die Suche endet, bedeutet das übrigens nicht, dass du jetzt plötzlich nichts mehr tust. Du bewegst dich weiter durch das Leben, erschaffst, wächst, lernst und erforschst neue Erfahrungen. Doch die innere Jagd endet. Du gehst nicht länger durchs Leben, um vollständig zu werden. Du gehst durchs Leben als Ausdruck einer Vollständigkeit, die nie verloren war.
Und in diesem Zusammenhang durfte ich irgendwann für mich erkennen, dass auch Erwachen nicht bedeutet, etwas Neues zu werden, sondern vielmehr, alles, was du über dich geglaubt hast, Schicht für Schicht loszulassen, bis nur noch das übrig bleibt, was nie verschwunden war:
Das Bewusstsein, das sich gerade jetzt als dieses Leben erfährt. Und dann verkennst du wirklich, dass du nicht getrennt vom Leben bist, sondern das Leben selbst.
Es gibt einen Punkt jenseits des Verstehens. Einen Punkt, an dem du nicht mehr über Einheit nachdenkst – sondern sie atmest. An dem du nicht mehr versuchst zu vertrauen – sondern erkennst, dass du Vertrauen bist. An dem du nicht mehr fragst, ob du getrennt bist – weil die Frage selbst ihre Grundlage verloren hat.
Auch ich durfte diesen Punkt erfahren. Und ich würde nicht sagen, dass er das Ergebnis jahrelanger spiritueller Arbeit war. Es war keine logische Schlussfolgerung. Es war keine Technik. Es war ein Moment der Stille, in dem ich aufgehört habe zu suchen. Und genau in dieser Stille – in diesem Nicht-Mehr-Kämpfen – war plötzlich alles da. Nicht deshalb, weil ich plötzlich etwas erreicht hatte, sondern weil ich aufgehört hatte zu glauben, dass mir etwas fehlt. Und genau das ist Erinnerung.
Keine Ankunft. Keine Erleuchtung. Kein Ziel. Nur die Rückkehr zu dem, was du immer schon warst – bevor du geglaubt hast, jemals getrennt gewesen zu sein.
Und vielleicht spürst du gerade, während du das liest, dass auch in dir etwas antwortet. Etwas das sagt: Ja. Das kenne ich. Das bin ich. Wenn du es spürst, dann ist genau das die Erinnerung, die dich jetzt erreichen sollte. Und die Erinnerung braucht keinen langen Weg. Sie braucht nur einen Moment der Stille – und die Bereitschaft, dem Teil in dir zu vertrauen, der bereits weiß.
„Erinnere dich, wer du in Wahrheit bist. Und das Leben erinnert sich an dich.“
Vielleicht hast du beim Lesen bemerkt, dass etwas in dir auf diese Worte tiefer geantwortet hat und deine Wahrheit berührt hat. Und vielleicht hast du beim Lesen auch erkannt, dass das Leben ununterbrochen mit dir spricht.
Durch die Menschen, die dich umgeben. Durch die Begegnungen, die Teil deines Weges sind. Durch die Fragen und Herausforderungen, die das Leben auch mit sich bringt.
Denn wenn alles eins ist, dann gibt es nichts außerhalb von dir. Und genau deshalb wird jede Begegnung zu einem Spiegel. Zu einer Einladung, dich selbst tiefer zu erkennen. Und genau deshalb liebe ich echte Begegnungen so sehr, weil sie sichtbar machen, was längst da ist. Weil sie uns erinnern an das, was wir niemals verloren haben.
Genau aus diesem Grund öffne ich auch Räume. Räume, in denen die Erkenntnis nicht nur verstanden, sondern erfahren wird. Equilibrium ist ein solcher Raum.
Ein Raum, in dem die Wahrheit sichtbar werden darf, die genau jetzt gesehen werden möchte. Ein Raum, in dem du dich selbst tiefer erkennst, durch die unmittelbare Erfahrung dessen, was sichtbar werden möchte.
Wenn du spürst, dass diese Worte etwas in dir bewegt haben, bist du herzlich eingeladen. Hier erfährst du mehr über Equilibrium. Wenn du den Ruf fühlst, dann freue ich mich sehr auf die Begegnung mit dir.
Alles Liebe,
Kathrin
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Kathrin Jeglejewski ist Gründerin von New Spirit Leaders. Sie erinnert bewusste Leader daran, wer sie in Wahrheit bereits sind. Wenn du tiefer gehen möchtest, findest du ihre Räume unter kathrinjeglejewski.de
Und wenn du dich jetzt gerade erinnerst – dann ist vielleicht auch das hier für dich: A Prayer of Remembering – eine geführte Audio-Erinnerung, die dich in 7 Minuten zurück in Ruhe, Vertrauen und dein wahres Sein bringt. Hier kostenlos empfangen.