
by Kathrin Jeglejewski
Es gibt dieses Gefühl, das man kaum erklären kann. Du bist nicht traurig. Nicht depressiv. Nicht wirklich unzufrieden. Und trotzdem fühlt sich dein Leben manchmal an, als wärst du nicht ganz darin. Als würdest du daneben stehen.
Alles passt. Auf dem Papier. Du hast Verantwortung übernommen. Du hast aufgebaut. Du hast funktioniert. Du hast Entscheidungen getroffen, die sinnvoll waren. Und trotzdem ist da diese leise Distanz. Als wärst du nie ganz angekommen. Also beginnt der Verstand zu arbeiten.
„Vielleicht brauche ich einen neuen Job. Ein neues Projekt. Eine neue Stadt Ein neues Angebot. Ein neues Level. Mehr Geld. Mehr Klarheit. Mehr Strategie.“
Und jedes Mal gibt es diesen kurzen Hoffnungsschub. Dieses „Jetzt wird alles anders“. Aber nach ein paar Wochen merkst du: Die Kulisse hat sich vielleicht ein wenig verändert. Aber das Gefühl ist geblieben. Weil das Problem nie außen lag.
Es ist die Entfernung zu dir selbst. Nicht zu deiner Persönlichkeit. Nicht zu deinen Zielen. Sondern zu dem Teil von dir, der schon da war, bevor du irgendetwas erreichen musstest.
Zu deinem wahren Sein.
Viele Menschen versuchen, ihr Leben zu reorganisieren. Weniger Stress. Mehr Balance. Bessere Routinen. Optimierte Strategien. Noch ein Coaching. Noch eine Methode. Aber das Leben ist kein Puzzle, das man richtig zusammensetzen muss. Das Leben ist ein Ausdruck von Bewusstsein.
Aus energetischer Sicht ist das logisch. Wenn dein Nervensystem im Mangel ist, suchst du im Außen nach Sicherheit. Wenn dein System im Alarm ist, beginnst du zu rennen.
Und dann fühlt sich jede Entscheidung dringend an. Jede Veränderung notwendig. Jeder nächste Schritt wie ein Rettungsanker. Doch Rennen erzeugt keinen Frieden.
Rennen verstärkt nur den inneren Alarm. Und dieser Alarm sendet permanent ein Signal. „Etwas fehlt.“
Auch die Quantenphysik bestätigt, dass deine Realität nicht auf deine Wünsche reagiert, sondern auf deinen Zustand. Nicht auf das, was du willst. Sondern auf das, was du bist. Wenn du innerlich im Kampf bist, reproduzierst du Kampf. Wenn du innerlich sicher bist, entsteht ein ganz natürlicher Fluss.
Deshalb fühlt sich echte Bewegung anders an als im Flucht-Modus. Bewegung ist ruhig. Flucht ist angespannt.
Bewegung entsteht aus Klarheit. Flucht entsteht aus Hunger. Du kannst es im Körper spüren. Bewegung hat Weite. Flucht hat Enge. Bewegung fühlt sich selbstverständlich an. Flucht fühlt sich nach Druck an.
Aber es sind zwei völlig unterschiedliche Frequenzen. Wachstum geschieht nicht, wenn du dein Leben neu sortierst. Wachstum geschieht, wenn du aufhörst, vor dir selbst wegzulaufen. Wenn du still wirst. Wenn du nichts reparierst. Wenn du aufhörst, dich zu verbessern.
Wenn du einfach bleibst. Hier. Jetzt. In deinem Körper. In deinem Atem. In dem, was ist.
Das sieht von außen nicht nach Fortschritt aus. Es sieht nach Innehalten aus. Nach weniger. Nach nichts tun. Und genau deshalb ist es so ungewohnt. Weil niemand dich dafür belohnt, still zu sein. Aber genau dort beginnt die eigentliche Neuordnung. Nicht außen. Innen.
Deine Orientierung verschiebt sich. Du hörst auf, dich zu optimieren. Und beginnst, dich zu verkörpern. Du hörst auf zu suchen. Und beginnst zu spüren. Du hörst auf zu rennen. Und merkst:
„Ich war nie verloren. Ich war nur zu beschäftigt, um mich selbst zu erkennen.“
Vielleicht brauchst du gerade keinen neuen Plan. Keinen nächsten Schritt. Kein neues Ziel. Vielleicht brauchst du nur eines. Bleiben. Und dich daran zu erinnern, dass du nicht hier bist, um dein Leben perfekt zu organisieren. Du bist hier, um da zu sein. Und aus diesem Sein ordnet sich alles von selbst.
Wenn du das nicht nur verstehen, sondern verkörpern willst, brauchst du keine weitere Methode. Du brauchst einen Raum, in dem du aufhörst zu kämpfen. Genau dafür gibt es remember. Ein Ort, an dem du wieder bei dir ankommst. Denn mehr braucht es nicht.
Hier kannst du remember betreten.
Alles Liebe,
Kathrin