
by Kathrin Jeglejewski
Du bist nicht hier, um etwas zu werden. Du bist hier, um zu erkennen, was du bist.
Es gibt einen Punkt auf dem inneren Weg, an dem jede Suche endet. Nicht, weil alle Fragen beantwortet wären – sondern weil der Suchende selbst verschwindet.
Viele Menschen nennen diesen Punkt Erwachen. Andere nennen ihn Einheit. Manche nennen ihn Gott. Und doch ist es nichts von alledem.
Es ist das einfache, stille Erkennen: Ich bin da. Und ich war nie nicht da. Nicht als Person. Nicht als Geschichte. Nicht als Rolle. Sondern als das, was all das wahrnimmt:
Bewusstsein.
In diesem Raum erscheinen Gedanken. Gefühle. Körperempfindungen. Erinnerungen. Wünsche. Welten. Und sie verschwinden wieder. Du bleibst.
Die meisten spirituellen Wege führen lange über das Tun im Außen. Über Praxis. Über Disziplin. Über Entwicklung. Und ja, all das hat seinen Platz. Aber irgendwann wird klar, dass kein Tun dich dorthin führen kann, wo du bereits bist.
Der Satz „Ich bin“ ist kein Mantra. Er ist eine Beschreibung dessen, was bleibt, wenn alles andere wegfällt. Nicht ich bin dies. Nicht ich bin das. Nur: Ich bin.
In diesem Sein gibt es keinen Mangel. Kein Ziel. Keine Zeit. Vergangenheit und Zukunft erscheinen hier wie Wellen im Ozean. Sie kommen und gehen – ohne das Wasser zu berühren. Du bist dieses Wasser.
Und genau deshalb ist Manifestation kein Machen. Kein Lenken. Kein Optimieren.
Nicht, weil „du es richtig machst“, sondern weil das Leben sich ausdrücken darf – ungefiltert. In alten mystischen Lehren wurde das als Portal beschrieben. Nicht als Tor, das du öffnen musst. Sondern als Offenheit selbst. Ein Portal entscheidet nicht. Es bewertet nicht. Es kontrolliert nicht. Es ist offen. Und durch diese Offenheit geschieht alles.
Wenn du beginnst, dich als dieses Portal zu erkennen, verändert sich nichts – und gleichzeitig alles. Das Leben wird nicht spektakulärer. Aber wahrhaftiger. Handlungen geschehen. Worte entstehen. Entscheidungen fallen. Doch niemand „tut“ sie.
Das ist es, was mit Gnade gemeint ist – nicht als Belohnung, sondern als natürlicher Zustand.
Wenn dich diese Worte nicht als Konzept berühren, sondern als leises Wiedererkennen jenseits des Denkens, dann ist nichts Neues nötig. Nur ein Innehalten. Ein Ruhen. Ein Erinnern.
I AM - The Portal ist eine Audio-Invocation, die dich nicht führt, nicht erklärt und nichts erreichen will. Sie lädt dich ein, als das zu ruhen, was du bereits bist. Nicht als Übung. Nicht als Methode. Sondern als Erinnerung an dein Sein.
Wenn du den Raum betreten möchtest, findest du ihn hier.
Alles Liebe,
Kathrin